31.05.2017

Pesto-Brotstangen mit Kräuter-Guacamole

Hallo Ihr Lieben!

Heute wird es herzhaft - aber nicht weniger farbenfroh!!!
Heute wird es grün - aber nicht weniger cremig!!!
Auch heute duftet das ganze Haus - nach Sommer!!!

Lasst Ihr Euch locken???
Dann gibt es heute:

Pesto-Brotstangen mit Kräuter-Guacamole



Mein Pesto und auch die Guacamole sind mit Bärlauch gemacht, sozusagen die Frühlingsvariante. Selbstverständlich lässt sich beides mit Basilikum in eine aromatische Sommer-Version verwandeln - das schmeckt mindestens genauso genial!

Die Brotstangen werden superknusprig und schmecken nach Kräutern und Käse. So passen sie ganz wunderbar zum Avocado-Dip.
Sie wären auch die perfekte Ergänzung einer jeden Antipasti-Platte mit Parmesan, Oliven, Parmaschinken und halbgetrockneten Tomaten...

Zutaten Brotstangen plus Pesto:
für ca. 20 Brotstangen

500 g Mehl (Typ 550)
10 g frische Hefe
1 TL Zucker
10 g Salz
350 g Wasser (warm)

40 g Bärlauch/Basilikum
50 g frisch geriebener Parmesan
25 g Pinienkerne
(1 Knoblauchzehe)
10 EL Olivenöl
Salz 
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

  • Backofen auf 250 °C vorheizen
  • Mehl und Salz in eine große Schüssel geben
  • in der Mitte eine Mulde bilden und die Hefe hinein bröckeln
  • mit dem Zucker bestreuen
  • etwa 100 ml Wasser dazu geben
  • Hefe, Zucker, Wasser und ein wenig Mehl ein wenig verrühren
  • diesen Vorteig 10-15 Minuten gehen lassen
  • den Rest des Wassers dazu geben
  • alles gut verkneten, bis ein geschmeidiger Teig entstanden ist
  • den Teig zu einer Kugel formen und in die Schüssel legen
  • die Schüssel mit einem Küchentuch bedecken
  • an einem warmen Ort 1 Stunde gehen lassen

  • in der Zwischenzeit das Pesto herstellen
  • hierfür Bärlauch oder Basilikum putzen, waschen und grob hacken
  • Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten
  • wenn gewünscht Knoblauchzehe fein hacken
  • in einem hohen Rührbecher Bärlauch/Basilikum mit den Pinienkernen, der Knoblauchzehe und einem großen Teil des Olivenöls pürieren (bis zum Erreichen der gewünschten Konsistenz esslöffelweise das Öl hinzugeben)
  • Parmesan unterrühren
  • mit Salz und Pfeffer würzen


  • jetzt geht es weiter mit dem Hefeteig

  • Teig noch einmal gut kneten
  • Arbeitsfläche ein wenig mit Mehl bestäuben
  • Teig dünn ausrollen, bis ein Rechteck entsteht (noch einfacher ist es, den Teig mit den Händen auf die richtige Größe zu drücken)
  • den Teig mit dem Pesto bestreichen

  • ein Teigdrittel zur Mitte hin umschlagen und leicht andrücken
  • die gegenüberliegende Seite darüber schlagen und andrücken


  • den Teig quer in etwa 1 cm breite Streifen schneiden (klappt sehr gut mit einer Teigkarte)



  • die schmalen Streifen von beiden Seiten entgegengesetzt verdrehen, dabei ein wenig in die Länge ziehen

  • auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen

  • mit einem Küchentuch bedeckt weitere 30 Min. gehen lassen 
  • 10-12 Min. goldgelb backen



Zutaten Guacamole:
bitte erst kurz vor dem Verzehr zubereiten, damit der Dip seine wunderbare Farbe behält

1 reife Avocado
1 Bund Bärlauch/Basilikum
Saft einer Limone
1 Knoblauchzehe
Salz
Pfeffer
Cayennepfeffer
1-2 TL Olivenöl

(Pinienkerne zum Bestreuen, leicht geröstet)

  • Bärlauch oder Basilikum putzen, waschen und grob hacken - einige Blätter für die Deko zurückhalten
  • Avocado halbieren, Kern entfernen (aber aufbewahren) und Fruchtfleisch aus der Schale lösen
  • Knoblauchzehe fein hacken
  • alles in einen hohen Rührbecher geben, zusammen mit Limonensaft, den Gewürzen und Olivenöl pürieren
  • Avocadokern wieder zur Creme geben und abgedeckt in den Kühlschrank stellen (hierdurch soll verhindert werden, dass die Creme ihre Farbe verliert und braun wird)
  • vor dem Servieren den Avocadokern entfernen 
  • mit den restlichen Kräuterblättchen und den gerösteten Pinienkernen bestreuen




Ich bin ein großer Guacamole-Fan und liebe sie ganz besonders in der ganz klassischen Form -
so kann man den reinen Avocado-Geschmack genießen.

Solltet Ihr aber Lust auf eine kleine Geschmacksexplosion haben,
also Lust auf einen größeren Wow-Effekt,
dann gebt eine Handvoll Kräuter dazu -
sie werden DEN Unterschied machen -

was für ein Aroma und was für eine Farbe!!!!!!


Viele Leute zerdrücken die Avocado mit einer Gabel, so bleiben kleine Stückchen in dem Dip.
Das gibt ihm eine natürliche, unverfälschte, etwas 'rustikalere' Konsistenz.
Ich nehme gern einen Pürierstab, um diese überaus gesunde Frucht und die weiteren Zutaten zu zerkleinern und mischen. Dadurch entsteht eine extrem cremige,  noch geschmacks - und farbintensivere Guacamole.


Wir genießen sie zum Beispiel zu Nachos, einem leckeren Steak oder frischem Lachs, auf dunklem Brot oder in Wraps, mit frischen Tomaten oder eben zu selbst gebackenen Brotstangen.

Wie haltet Ihr das?
Wozu empfehlt Ihr den Avocado-Dip?
Darf die Frucht auch püriert werden oder ist das für Euch ein absolutes 'no-go'?

Lasst es mich wissen!!!

Bis dahin genießt die ersten richtig sonnigen Tage und holt Euch auch geschmacklich den Sommer auf den Tisch - vielleicht mit Pesto, Guacamole und bread sticks.

Herzlichst
Tina




08.05.2017

Zarte Rhabarber-Tartelettes mit blumiger Deko

Hallo Ihr Lieben!

Frühling! 
Ich liebe diese Jahreszeit! 

Am Ende des Jahres nach der liebsten Jahreszeit gefragt, kann ich mich immer kaum entscheiden 
(ich bin mir nur sehr sicher, dass es nicht der Winter ist)... 
Aber sobald der Frühling da ist und draußen alles sprießt und grünt, die Vögel morgens wieder laut zwitschern, die Tage immer länger werden und man auf die ersten leicht wärmenden Sonnenstrahlen hofft, dann geht mein Herz auf und der Winter-Blues ist verflogen. 

Ja, der Frühling ist meine Lieblings-Jahreszeit!!!

Trotzdem muss ich zugeben, dass, wenn das Wetter dann nicht richtig mitspielen mag, es draußen grau in grau ist und wir die Winterjacken immer noch nicht in den Schrank hängen können (für die nächsten 5-6 Monate...), wenn Nachtfrost unsere Blauregen- und Kirschblüten erfrieren lässt, dann fällt es auch mir schwer, dieses Frühlings-Hoch aufrecht zu erhalten. 

Aber wisst Ihr, was mir dann hilft? 

'Hausgemachte' Frühlingsgefühle in Form von Frühlings-Leckerbissen. 
Das geht wohl allen so. 
Deshalb streifen wir über die Wochenmärkte - nicht nur auf der Suche nach den ersten Tulpen oder jetzt schon den ersten 'frostbeständigen' Sommerblumen - nein, wir suchen nach Lebensmitteln, die uns das wohlverdiente Frühlingsgefühl ins Haus bringen. Und auf den Gaumen! 
Wir suchen nach Bärlauch, Spargel, Erdbeeren und natürlich nach Rhabarber. 

Ist das nicht der Inbegriff von Frühling?

 Und so gibt es heute:

Zarte Tartelettes mit Rhabarber und blumiger Deko



Zutaten:
für etwa 8 Tartelettes à 8 cm 
(bei mir waren es 2x10cm + 6x8 cm)

250 g Mehl
1 Ei
140 g kalte Butter
50 g Zucker
1 Prise Salz
1-2 EL kaltes Wasser

Butter zum Einfetten (10-20 g)

600 g Rhabarber
125 g Zucker
1 Vanillestange
Saft von 1 Orange
1 Pck. Vanillepuddingpulver

1 Pck. Vanillezucker zum Bestreuen

  • das Ei trennen, Eiweiß zum Bestreichen aufbewahren
  • Mehl in eine Schüssel geben
  • in die Mitte eine Mulde machen und das Eigelb in die Mulde geben
  • Butter in kleinen Stückchen auf das Mehl setzen
  • den Zucker und das Salz auf die Butter geben
  • 1-2 EL sehr kaltes Wasser dazugeben
  • mit den Knethaken zu einem glatten Teig kneten
  • Teig flach drücken und in Klarsichtfolie verpacken

  • 1 Std. kalt stellen

  • in der Zwischenzeit Rhabarberkompott kochen
  • dafür den Rhabarber putzen und die Stangen in kleine Stücke schneiden
  • Vanillestange halbieren und längs einschneiden, das Mark herauskratzen
  • Rhabarber, Zucker, Vanillemark und -schote in eine Topf geben und aufkochen lassen
  • auf niedriger Stufe 5-10 Minuten weiter köcheln lassen, bis der Rhabarber weich ist - dabei gelegentlich umrühren 
  • (das ist Geschmackssache! sollen es noch Rhabarberstückchen sein, nehmt den Topf etwas früher vom Herd, soll er weicher sein, lasst das Ganze noch etwas weiter köcheln)
  • Vanillepuddingpulver mit dem Orangensaft verrühren
  • wenn der Rhabarber weich genug ist, den Topf kurz von der Platte nehmen und das angerührte Puddingpulver zum Rhabarber geben
  • gut unterrühren
  • wieder auf die heiße Platte setzten
  • noch einmal 1-2 Minuten aufkochen lassen
  • abkühlen lassen
  • Vanillestange entfernen

  • Backofen auf 200°C vorheizen

  • Butter zum Einfetten in einem kleinen Topf vorsichtig schmelzen
  • Tartelette-Förmchen mit einem Pinsel einfetten

  • Arbeitsfläche mehlen
  • Teig für den Boden der Tartelettes 5 mm dünn ausrollen
  • Kreise ausstechen, die ein wenig größer sind als die Förmchen
  • Teig in die gefettetn Förmchen legen und am Boden und besonders an den geriffelten Rändern vorsichtig andrücken
  • Teigreste verkneten und für die Deko 3 mm dünn ausrollen
  • Blümchen oder andere gewünschte Dekoelemente ausstechen


  • Rhabarberkompott auf die Tartelette-Böden geben
  • mit den ausgestochenen Teig-Dekoelementen verzieren


















  • Teig-Deko mit Eiweiß bestreichen mit Vanillezucker bestreuen
  • im vorgeheizten Backofen etwa 20 Min. goldbraun backen
  • aus dem Backofen nehmen und etwas auskühlen lassen
  • am besten lauwarm genießen 



Wenn ich Rhabarberkuchen denke, stelle ich mir eigentlich einen klassischen Kuchen mit Baiserhaube vor. Heute war mir aber nach einem kleinen Tartelette mit blumiger Verzierung. Ich wollte es unbedingt einmal in dieser Form ausprobieren. Der Teig ließ sich ganz problemlos mit den Blüten-Ausstechern ausstechen, so musste es kein klassisches Gittermuster werden.

Und es stieg ein so unbeschreiblich leckerer Duft durch's Haus!!! Einfach unschlagbar!!!

Wie geht es Euch mit dem Frühling? Was ist Eure Lieblings-Jahreszeit? Habt Ihr auch Gerichte oder Lebensmittel, die für Euch zu Eurer Lieblings-Jahreszeit gehören? Liebt Ihr Rhabarber? Wie sieht Euer Lieblings-Rhabarberkuchen aus?
Versucht doch einfach mal diese herrlich duftenden Rhabarber-Tartelettes und verziert sie nach Herzenslust. Sie schenken Euch auch an unschönen Tagen den Geschmack des Frühlings!!!

Genießt die Rhabarberzeit!!!

Herzlichst
Tina