27.06.2017

Eisige Drip-Cupcakes mit weißer Schokolade


Hallo Ihr Lieben!

Mir war so sehr nach einem leckeren Cupcake!!!

Aber es war einfach zuuu heiß!!!

Ich koche super gern und backe fast noch lieber. Aber bei diesen herrlich (!) sommerlichen Temperaturen konnte selbst ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, in der jetzt schon viel zu warmen Küche zu stehen und zu backen oder etwa mit empfindlicher Buttercreme zu arbeiten ........... !!!

Also hatte ich mir kurzerhand überlegt, meine Cupcakes nicht in den Backofen zu schieben, 
sondern in den Gefrierschrank!
Hört sich doch schon viel erfrischender an, oder???

Ich muss gestehen, das Backen hätte mich wahrscheinlich doch wesentlich schneller an das Endziel 'Cupcake' gebracht - die Wartezeit beim Gefrieren kann man sich zwar mit der Vorfreude verschönern, aber es wirkt nicht spontan abkühlend. 
(Leider hatte ich auch nicht bedacht, dass bei der Eisherstellung die Küche nicht zwangsläufig kalt bleibt. So wurde mir auch beim Bearbeiten der Eismasse auf dem Herd ganz schön - Ihr wisst schon - heiß! Und das Sahneschlagen war sowieso ein kleines Abenteuer). 

So, jetzt aber genug geklagt - es wurde ja alles gut ((:

Denn am nächsten Tag war der Sommer immer noch da - 
und jetzt wirkte der Gedanke an eisige Drip-Cupcakes schon leicht euphorisierend!!!

Eisige Drip-Cupcakes mit weißer Schokolade


Zutaten:
für etwa 13-14 Cupcakes

500 ml Milch
6 Eigelb
1 Vanillestange
150 g feinster Zucker
100 g weiße Schokolade
250 g Sahne

1 P. dünne Schokoladenkekse (bei mir: Oreo Crispy & thin) 

100 g Vollmilchschokolade
50 g Sahne

------------------- Gefrierzeit - mind. 4 Std., besser über Nacht

100 - 200 g Erdbeeren
30-50 g Zucker

100 g Vollmilchschokolade
50 g Sahne

------------------------------------- Gefrierzeit - mind. 1 Stunde

350 g Sahne
30-40 g Puderzucker, gesiebt!

-------------------------Gefrierzeit - mind. 2 Std. - wahlweise


  • Milch in einen kleinen Topf geben
  • Vanilleschote längs aufschneiden und auskratzen
  • Vanilleschote und Vanillemark zu der Milch geben
  • Milch langsam erhitzen
  • weiße Schokolade in grobe Stücke schneiden und zu der warmen Milch geben
  • alles weiter langsam zum Kochen bringen und vom Herd nehmen
  • in einer Schüssel Eigelb schaumig schlagen
  • Zucker dazugeben und weiter schlagen, bis eine helle dickliche Masse entsteht
  • Vanilleschote aus der Milch entfernen
  • jetzt langsam die heiße Milch zu der Eimasse gießen, dabei ständig rühren!
  • die komplette Mischung zurück in den Topf geben und auf niedriger Stufe und ständigem Rühren erhitzen - die Masse darf nicht zu heiß werden oder kochen - die Eimasse würde gerinnen - Ihr habt den richtigen Punkt erreicht, wenn die Masse eindeutig dicklich wird
  • jetzt muss die Masse wieder kalt gerührt werden, damit sie keine Haut bildet und später im Gefrierschrank schneller gefriert - am besten und schnellsten geht das über einem eiskalten Wasserbad - zwischendurch einfach immer mal wieder umrühren
  • in der Zwischenzeit die Ganache für die Marmorierung vorbereiten - dafür die Schokolade in groben Stücken in eine Schüssel geben - die Sahne langsam erhitzen aber nicht kochen - über die Schokolade gießen - gut verrühren, bis die Schokomasse glatt und glänzend ist - abkühlen lassen
  • wenn die Vanille-Eismasse komplett abgekühlt ist, Sahne halb steif schlagen und unterheben, bis eine glatte Masse entsteht
  • passende Silikonförmchen mit je einem Oreo-Cookie auslegen (als Boden)




  • jetzt die Vanille-Eismasse in die Förmchen füllen - bitte nicht komplett füllen, da wir noch Platz für die Schokomasse (Marmorierung) benötigen
  • jeweils 1-2 Teelöffel der Vollmilch-Ganache auf die Vanille-Creme geben und mit einem kleinen Löffel oder Holzspieß marmorieren



  • Förmchen in den Gefrierschrank stellen (ich habe eine komplette Schublade frei gemacht, so kann man die Törtchen zur Weiterverarbeitung leichter und im Ganzen transportieren)
  • mindestens 4 Stunden gefrieren lassen (ich habe sie über Nacht komplett gefrieren lassen und habe erst am nächsten Tag verziert)
  • zum Verzieren die Eistörtchen vorsichtig aus der Silikonform lösen


  • für die Schoko-Dripmasse wieder eine Ganache aus Vollmilchschokolade herstellen (s. oben) und abkühlen lassen
  • für die Erdbeer-Sauce die Erdbeeren waschen, putzen und in halbieren
  • mit dem Zucker pürieren
  • die gefrorenen Törtchen aus dem Gefrierschrank nehmen 
  • mit einem Esslöffel auf einige der Törtchen die Erdbeer-Sauce geben - da sie recht schnell auf dem Eis gefriert, lässt sie sich sehr schön auf der Oberfläche verteilen - entscheidet selbst, wieviel der Oberfläche Ihr bedecken möchtet - ich habe hierbei keinen Drip-Effekt versucht, weil ich einen Kontrast zu den Schoko-Cupcakes nicht schlecht fand - hierfür wäre die Sauce wahrscheinlich dann doch ein wenig zu flüssig
  • den Großteil der Törtchen mit der Schoko-Ganache verzieren - hierfür die abgekühlte, leicht dickliche Schokomasse esslöffelweise auf das Eis geben, dabei am Rand beginnen und vorsichtig die Schokoladensahne über die Kante hinweg schieben, um den typischen Drip-Effekt zu erhalten, dann auch die Mitte mit Schokolade auffüllen - insgesamt nicht zu langsam arbeiten, weil die Schokolade schnell anfriert, dann werden Korrekturen schwieriger

  • alle Törtchen wieder in den Gefrierschrank stellen  - für mindestens 1 Stunde
  • für die Cremehaube Sahne halb steif schlagen, dann den gesiebten Puderzucker nach und nach hinzu geben und steif schlagen, so dass sie eine spritzbare Konsistenz erhält (der Puderzucker ist kein Muss - eigentlich ist das Eis schon ohne die gesüßte Sahnehaube süß genug - da es aber so heiß war, wollte ich durch den Puderzucker ein bisschen mehr Stabilität für die Sahne erreichen - ich hatte vorher schon die Rührschüssel und die Quirle für einige Zeit mit in den Gefrierschrank gestellt, damit die Sahne nicht sofort zu Butter wurde)
  • einen großen Spritzbeutel mit gewünschter Spritztülle vorbereiten und die geschlagene Sahne hineinfüllen
  • Tupfen in gewünschter Form auf die Törtchen spritzen
  • zum Verzieren die restlichen Oreo-Cookies mit einem Messer vorsichtig in die einzelnen Kekse zerteilen (Füllung vernaschen ((:  ??) und auf oder in die Sahnehaube setzen



An diesem Punkt müsst Ihr entscheiden, ob Ihr die Cupcakes mit nicht gefrorener Sahnehaube servieren möchtet (dann müsste es jetzt natürlich schnell gehen) oder ob Euch ein komplett gefrorenes Törtchen lieber wäre - ich selbst lieeeebe ja gefrorene Sahne, also kamen die Eis-Cupcakes bei mir noch einmal komplett für mindestens 2 Stunden in den Gefrierschrank. 

Ohne das Gefrieren der Sahnehaube geht es wesentlich schneller. Ihr könnt die Törtchen einfach mit der Ganache verziert eingefroren lassen, holt Euch bei Bedarf die entsprechende Menge Eis-Cupcakes aus dem Gefrierschrank, verziert sie mit Sahne und Cookie und serviert - fertig!



So hübsch sieht das Törtchen dann aus, wenn es gerade aus dem Gefrierschrank kommt:
- mein Lieblingsfoto -



Der glänzende Schoko-Drip macht das Eistörtchen erst perfekt - 
optisch und geschmacklich (ein toller Gegenspieler zur süßen weißen Schokolade)




Die Marmorierung ist gut sichtbar, könnte beim nächsten Mal aber etwas ausgeprägter sein...

Zuckerperlen gab's auch dieses Mal wieder (:



Hach, was für eine super-schöne eisige kleine Kuchentafel!!!!

Puh, um sie Euch in dieser Form zu präsentieren, musste ich beim Fotografieren wirklich richtig schnell sein... (nicht meine große Stärke...)
Fast noch schneller mussten wir die Eis-Cupcakes dann servieren und genießen!

Was meint Ihr?
Können diese Eis-Cupcakes gebackene buttercremige Cupcakes ersetzen?
Wären die Törtchen auch für Euch eine mögliche Alternative im Sommer auf dem Kaffeetisch?
Bleibt bei Euch bei heißen Temperaturen auch schon mal der Backofen kalt?


Genießt den Sommer, hoffentlich mit wunderbaren Sonnentagen!
Herzlichst
Tina 




13.06.2017

Cremige Erdbeereis-Sandwiches

Ihr Lieben!

Sommerzeit ist eindeutig Eiszeit!

Und auch wenn wir offiziell noch keinen Sommer haben, machten die letzten 2 sonnigen Wochenenden so richtig Lust auf eine kühle Erfrischung. 

So wollte ich die frischen süßen Erdbeeren aus der Region zu leckerem cremigen Erdbeereis verarbeiten. Diese Entscheidung kam dann aber sooo kurzfristig 😏, dass ich nicht vorbereitet war - d.h. mein Eisbehälter der Kitchen Aid war nicht schon seit Stunden eingefroren sondern stand ganz unaufgeregt im Regal und regte sich nicht. 

Für einen kurzen Moment war ICH überhaupt nicht unaufgeregt!!!!

Also kein Eis????

Das kam doch jetzt überhaupt nicht in Frage - ich WOLLTE Eis und meine Family auch, 
denn ich hatte es unvorsichtigerweise schon angekündigt!!!!

Also umdenken!!!

Ich muss die Eismasse nicht rühren, ich könnte sie auch ganz einfach in Förmchen füllen und gefrieren - und/oder als Snack für zwischendurch, zwischen 2 Waffeln gepackt, als Sandwich servieren.

Perfekt!!!

??? Aber wird das Eis dann auch schön cremig ???

Ohhhh ja!!!


Also gibt es heute tatsächlich:

Cremige Erdbeereis-Sandwiches


Zutaten:
für 6 große herzförmige Eiswaffeln
(bei mir waren es 4 Herzsandwiches + 4 Popsicles)

200 g frische Erdbeeren
50 g feinster Zucker

2 Becher Crème double (à 125 g)
50 g feinster Zucker
1 TL Vanilleextrakt
2 Becher griechischer Sahnejoghurt, natur (à 150 g)

2 TL Pistazienmus (bei mir Viani Pistazienmark)

(evtl. 1 zusätzlicher Becher Crème double zum Bestreichen und Zusammensetzen)


  • Erdbeeren putzen, waschen, grob halbieren
  • in einem hohen Rührbecher mit dem Zucker pürieren
  • kalt stellen
  • Dessertringe in gewünschter Form kalt legen (ich habe herzförmige Ringe gewählt, damit sie zu den herzförmigen Wäffelchen passen)
  • Crème double, Joghurt, Zucker und Vanilleextrakt cremig rühren
  • 2 -3 EL der Crème abnehmen und mit dem Pistazienmark verrühren - kalt stellen
  • nach und nach einige EL Erdbeerpüree - ein bisschen mehr als die Hälfte - unter die restliche Crèmemasse heben, bis eine leicht rosafarbene, fruchtig-cremige Masse entsteht, oder die Crèmemasse nur marmorieren
  • kalt stellen
  • jetzt die Dessertringe vorbereiten:
  • hierzu die Ringe an der Unterseite mit Frischhaltefolie eng anliegend verschließen und z.B. mit Masking Tape fixieren - das soll verhindern, dass die Masse beim Einfüllen herausläuft
  • die Ringe auf eine gerade feste Unterlage setzen, auf der Ihr die Ringe in den Gefrierschrank setzen könnt - z.B. ein Brettchen oder ein kleines Blech
  • jetzt die Ringe befüllen - Ihr habt 3 Bestandteile, die Ihr abwechselnd benutzen könnt:
  • - die Crèmemasse als Grundmasse
  • - die pürierte Erdbeersauce
  • - die Pistazienmasse
  • also los geht's:

Sieht das nicht jetzt schon richtig lecker aus???

  • jetzt heißt es aber erst mal 'geduldig sein', denn jetzt muss alles für einige Stunden (noch besser über Nacht) in den Gefrierschrank - dafür die Ringe zusammen mit der Unterlage gerade in den Gefrierschrank setzen


Für den Waffelteig:
für etwa 12 kleine herzförmige Waffeln von normaler Stärke

80 g Mehl
100 g Zucker
1 TL Vanilleextrakt
1 Ei
110 g Wasser


  • für den Waffelteig alle Teigzutaten miteinander verquirlen
  • es entsteht ein sehr flüssiger Teig
  • Waffeln im heißen Waffeleisen goldgelb backen


Wann das Backen der Waffeln los geht, hängt ein wenig von Euch bzw. Eurem Waffeleisen ab. Mein Waffeleisen ist leider kein Eiswaffel-Eisen, das sehr dünnen Teig backt und so schöne knusprige Waffeln produziert. Mein Eisen macht kleine herzförmige Waffeln in einer 'normalen' Dicke. 

Ich habe mich entschieden, die Waffeln erst kurz vor dem Servieren der Sandwiches zu backen, also die Waffeln nicht mit einzufrieren.

Wollt Ihr alles zusammen gefrieren, dann 
  • zuerst die Eismasse für 2-3 Stunden einfrieren
  • dann die Waffeln backen und auskühlen lassen
  • die Ober- und Unterseite des gefrorenen Eis' dünn mit Crème double bestreichen
  • dann oben und unten mit je einer Waffel belegen
  • zusammengesetzt wieder für einige Stunden einfrieren

Und so könnte dieses superleckere Eis dann aussehen:


Oder Ihr macht es ganz anders:
vielleicht ist Euch morgen nicht nach einem Eissandwich,
vielleicht ist euch mehr nach einem Eis am Stiel?!?

Gar kein Problem - Ihr müsst Euch nur rechtzeitig entscheiden 
und die entsprechende Form wählen. Die Erdbeermasse plus Erdbeersauce funktionieren in den unterschiedlichsten Formen. Heraus kommt immer ein absolut cremiges, fruchtiges Eis!!!
Selbst die kleinen herzförmigen Eiswürfel sind der Hit - 
wie kleine zart-schmelzende Frucht-Eis-Bonbons - genial!!!


Also, wenn DAS ↓ beim 'Doodlen' herauskommt...
... dann ist es höchste Zeit für ein cooles Eis am Stiel!!!

Hier darf's dann auch weiße Schoko und Zuckerperlen für die Deko geben...


Wie auch immer Ihr Euer Eis liebt, 
genießt es und freut Euch auf einen schönen Sommer!!!

Herzlichst
Tina




31.05.2017

Pesto-Brotstangen mit Kräuter-Guacamole

Hallo Ihr Lieben!

Heute wird es herzhaft - aber nicht weniger farbenfroh!!!
Heute wird es grün - aber nicht weniger cremig!!!
Auch heute duftet das ganze Haus - nach Sommer!!!

Lasst Ihr Euch locken???
Dann gibt es heute:

Pesto-Brotstangen mit Kräuter-Guacamole



Mein Pesto und auch die Guacamole sind mit Bärlauch gemacht, sozusagen die Frühlingsvariante. Selbstverständlich lässt sich beides mit Basilikum in eine aromatische Sommer-Version verwandeln - das schmeckt mindestens genauso genial!

Die Brotstangen werden superknusprig und schmecken nach Kräutern und Käse. So passen sie ganz wunderbar zum Avocado-Dip.
Sie wären auch die perfekte Ergänzung einer jeden Antipasti-Platte mit Parmesan, Oliven, Parmaschinken und halbgetrockneten Tomaten...

Zutaten Brotstangen plus Pesto:
für ca. 20 Brotstangen

500 g Mehl (Typ 550)
10 g frische Hefe
1 TL Zucker
10 g Salz
350 g Wasser (warm)

40 g Bärlauch/Basilikum
50 g frisch geriebener Parmesan
25 g Pinienkerne
(1 Knoblauchzehe)
10 EL Olivenöl
Salz 
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

  • Backofen auf 250 °C vorheizen
  • Mehl und Salz in eine große Schüssel geben
  • in der Mitte eine Mulde bilden und die Hefe hinein bröckeln
  • mit dem Zucker bestreuen
  • etwa 100 ml Wasser dazu geben
  • Hefe, Zucker, Wasser und ein wenig Mehl ein wenig verrühren
  • diesen Vorteig 10-15 Minuten gehen lassen
  • den Rest des Wassers dazu geben
  • alles gut verkneten, bis ein geschmeidiger Teig entstanden ist
  • den Teig zu einer Kugel formen und in die Schüssel legen
  • die Schüssel mit einem Küchentuch bedecken
  • an einem warmen Ort 1 Stunde gehen lassen

  • in der Zwischenzeit das Pesto herstellen
  • hierfür Bärlauch oder Basilikum putzen, waschen und grob hacken
  • Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten
  • wenn gewünscht Knoblauchzehe fein hacken
  • in einem hohen Rührbecher Bärlauch/Basilikum mit den Pinienkernen, der Knoblauchzehe und einem großen Teil des Olivenöls pürieren (bis zum Erreichen der gewünschten Konsistenz esslöffelweise das Öl hinzugeben)
  • Parmesan unterrühren
  • mit Salz und Pfeffer würzen


  • jetzt geht es weiter mit dem Hefeteig

  • Teig noch einmal gut kneten
  • Arbeitsfläche ein wenig mit Mehl bestäuben
  • Teig dünn ausrollen, bis ein Rechteck entsteht (noch einfacher ist es, den Teig mit den Händen auf die richtige Größe zu drücken)
  • den Teig mit dem Pesto bestreichen

  • ein Teigdrittel zur Mitte hin umschlagen und leicht andrücken
  • die gegenüberliegende Seite darüber schlagen und andrücken


  • den Teig quer in etwa 1 cm breite Streifen schneiden (klappt sehr gut mit einer Teigkarte)



  • die schmalen Streifen von beiden Seiten entgegengesetzt verdrehen, dabei ein wenig in die Länge ziehen

  • auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen

  • mit einem Küchentuch bedeckt weitere 30 Min. gehen lassen 
  • 10-12 Min. goldgelb backen



Zutaten Guacamole:
bitte erst kurz vor dem Verzehr zubereiten, damit der Dip seine wunderbare Farbe behält

1 reife Avocado
1 Bund Bärlauch/Basilikum
Saft einer Limone
1 Knoblauchzehe
Salz
Pfeffer
Cayennepfeffer
1-2 TL Olivenöl

(Pinienkerne zum Bestreuen, leicht geröstet)

  • Bärlauch oder Basilikum putzen, waschen und grob hacken - einige Blätter für die Deko zurückhalten
  • Avocado halbieren, Kern entfernen (aber aufbewahren) und Fruchtfleisch aus der Schale lösen
  • Knoblauchzehe fein hacken
  • alles in einen hohen Rührbecher geben, zusammen mit Limonensaft, den Gewürzen und Olivenöl pürieren
  • Avocadokern wieder zur Creme geben und abgedeckt in den Kühlschrank stellen (hierdurch soll verhindert werden, dass die Creme ihre Farbe verliert und braun wird)
  • vor dem Servieren den Avocadokern entfernen 
  • mit den restlichen Kräuterblättchen und den gerösteten Pinienkernen bestreuen




Ich bin ein großer Guacamole-Fan und liebe sie ganz besonders in der ganz klassischen Form -
so kann man den reinen Avocado-Geschmack genießen.

Solltet Ihr aber Lust auf eine kleine Geschmacksexplosion haben,
also Lust auf einen größeren Wow-Effekt,
dann gebt eine Handvoll Kräuter dazu -
sie werden DEN Unterschied machen -

was für ein Aroma und was für eine Farbe!!!!!!


Viele Leute zerdrücken die Avocado mit einer Gabel, so bleiben kleine Stückchen in dem Dip.
Das gibt ihm eine natürliche, unverfälschte, etwas 'rustikalere' Konsistenz.
Ich nehme gern einen Pürierstab, um diese überaus gesunde Frucht und die weiteren Zutaten zu zerkleinern und mischen. Dadurch entsteht eine extrem cremige,  noch geschmacks - und farbintensivere Guacamole.


Wir genießen sie zum Beispiel zu Nachos, einem leckeren Steak oder frischem Lachs, auf dunklem Brot oder in Wraps, mit frischen Tomaten oder eben zu selbst gebackenen Brotstangen.

Wie haltet Ihr das?
Wozu empfehlt Ihr den Avocado-Dip?
Darf die Frucht auch püriert werden oder ist das für Euch ein absolutes 'no-go'?

Lasst es mich wissen!!!

Bis dahin genießt die ersten richtig sonnigen Tage und holt Euch auch geschmacklich den Sommer auf den Tisch - vielleicht mit Pesto, Guacamole und bread sticks.

Herzlichst
Tina




08.05.2017

Zarte Rhabarber-Tartelettes mit blumiger Deko

Hallo Ihr Lieben!

Frühling! 
Ich liebe diese Jahreszeit! 

Am Ende des Jahres nach der liebsten Jahreszeit gefragt, kann ich mich immer kaum entscheiden 
(ich bin mir nur sehr sicher, dass es nicht der Winter ist)... 
Aber sobald der Frühling da ist und draußen alles sprießt und grünt, die Vögel morgens wieder laut zwitschern, die Tage immer länger werden und man auf die ersten leicht wärmenden Sonnenstrahlen hofft, dann geht mein Herz auf und der Winter-Blues ist verflogen. 

Ja, der Frühling ist meine Lieblings-Jahreszeit!!!

Trotzdem muss ich zugeben, dass, wenn das Wetter dann nicht richtig mitspielen mag, es draußen grau in grau ist und wir die Winterjacken immer noch nicht in den Schrank hängen können (für die nächsten 5-6 Monate...), wenn Nachtfrost unsere Blauregen- und Kirschblüten erfrieren lässt, dann fällt es auch mir schwer, dieses Frühlings-Hoch aufrecht zu erhalten. 

Aber wisst Ihr, was mir dann hilft? 

'Hausgemachte' Frühlingsgefühle in Form von Frühlings-Leckerbissen. 
Das geht wohl allen so. 
Deshalb streifen wir über die Wochenmärkte - nicht nur auf der Suche nach den ersten Tulpen oder jetzt schon den ersten 'frostbeständigen' Sommerblumen - nein, wir suchen nach Lebensmitteln, die uns das wohlverdiente Frühlingsgefühl ins Haus bringen. Und auf den Gaumen! 
Wir suchen nach Bärlauch, Spargel, Erdbeeren und natürlich nach Rhabarber. 

Ist das nicht der Inbegriff von Frühling?

 Und so gibt es heute:

Zarte Tartelettes mit Rhabarber und blumiger Deko



Zutaten:
für etwa 8 Tartelettes à 8 cm 
(bei mir waren es 2x10cm + 6x8 cm)

250 g Mehl
1 Ei
140 g kalte Butter
50 g Zucker
1 Prise Salz
1-2 EL kaltes Wasser

Butter zum Einfetten (10-20 g)

600 g Rhabarber
125 g Zucker
1 Vanillestange
Saft von 1 Orange
1 Pck. Vanillepuddingpulver

1 Pck. Vanillezucker zum Bestreuen

  • das Ei trennen, Eiweiß zum Bestreichen aufbewahren
  • Mehl in eine Schüssel geben
  • in die Mitte eine Mulde machen und das Eigelb in die Mulde geben
  • Butter in kleinen Stückchen auf das Mehl setzen
  • den Zucker und das Salz auf die Butter geben
  • 1-2 EL sehr kaltes Wasser dazugeben
  • mit den Knethaken zu einem glatten Teig kneten
  • Teig flach drücken und in Klarsichtfolie verpacken

  • 1 Std. kalt stellen

  • in der Zwischenzeit Rhabarberkompott kochen
  • dafür den Rhabarber putzen und die Stangen in kleine Stücke schneiden
  • Vanillestange halbieren und längs einschneiden, das Mark herauskratzen
  • Rhabarber, Zucker, Vanillemark und -schote in eine Topf geben und aufkochen lassen
  • auf niedriger Stufe 5-10 Minuten weiter köcheln lassen, bis der Rhabarber weich ist - dabei gelegentlich umrühren 
  • (das ist Geschmackssache! sollen es noch Rhabarberstückchen sein, nehmt den Topf etwas früher vom Herd, soll er weicher sein, lasst das Ganze noch etwas weiter köcheln)
  • Vanillepuddingpulver mit dem Orangensaft verrühren
  • wenn der Rhabarber weich genug ist, den Topf kurz von der Platte nehmen und das angerührte Puddingpulver zum Rhabarber geben
  • gut unterrühren
  • wieder auf die heiße Platte setzten
  • noch einmal 1-2 Minuten aufkochen lassen
  • abkühlen lassen
  • Vanillestange entfernen

  • Backofen auf 200°C vorheizen

  • Butter zum Einfetten in einem kleinen Topf vorsichtig schmelzen
  • Tartelette-Förmchen mit einem Pinsel einfetten

  • Arbeitsfläche mehlen
  • Teig für den Boden der Tartelettes 5 mm dünn ausrollen
  • Kreise ausstechen, die ein wenig größer sind als die Förmchen
  • Teig in die gefettetn Förmchen legen und am Boden und besonders an den geriffelten Rändern vorsichtig andrücken
  • Teigreste verkneten und für die Deko 3 mm dünn ausrollen
  • Blümchen oder andere gewünschte Dekoelemente ausstechen


  • Rhabarberkompott auf die Tartelette-Böden geben
  • mit den ausgestochenen Teig-Dekoelementen verzieren


















  • Teig-Deko mit Eiweiß bestreichen mit Vanillezucker bestreuen
  • im vorgeheizten Backofen etwa 20 Min. goldbraun backen
  • aus dem Backofen nehmen und etwas auskühlen lassen
  • am besten lauwarm genießen 



Wenn ich Rhabarberkuchen denke, stelle ich mir eigentlich einen klassischen Kuchen mit Baiserhaube vor. Heute war mir aber nach einem kleinen Tartelette mit blumiger Verzierung. Ich wollte es unbedingt einmal in dieser Form ausprobieren. Der Teig ließ sich ganz problemlos mit den Blüten-Ausstechern ausstechen, so musste es kein klassisches Gittermuster werden.

Und es stieg ein so unbeschreiblich leckerer Duft durch's Haus!!! Einfach unschlagbar!!!

Wie geht es Euch mit dem Frühling? Was ist Eure Lieblings-Jahreszeit? Habt Ihr auch Gerichte oder Lebensmittel, die für Euch zu Eurer Lieblings-Jahreszeit gehören? Liebt Ihr Rhabarber? Wie sieht Euer Lieblings-Rhabarberkuchen aus?
Versucht doch einfach mal diese herrlich duftenden Rhabarber-Tartelettes und verziert sie nach Herzenslust. Sie schenken Euch auch an unschönen Tagen den Geschmack des Frühlings!!!

Genießt die Rhabarberzeit!!!

Herzlichst
Tina