29.06.2015

!!! Sommerferien !!! Frozen Yogurt in 2 Varianten

Puh, endlich ist es so weit: Sommerferien! 

Eigentlich war es ja nur ein recht kurzes Schuljahr, trotzdem sind wir so was von bereit...

Und tatsächlich spielte am Freitag das Wetter mit, um uns gutgelaunt in den Sommer zu schicken:

Sonne pur !!!

(na ja, nur bis zum Abendessen draußen - da mussten wir kurzerhand den Schirm aufspannen, weil wir uns vom Regenschauer nicht nach Drinnen verbannen lassen wollten. Da wäre eine Markise wohl besser geeignet, aber das ist eine unserer jährlich wiederkehrenden Diskussionen...).

Der offizielle Sommerbeginn am letzten Wochenende hatte uns ja wettertechnisch eher im Stich gelassen, so dass ich jetzt richtig Lust hatte auf bunte Eiswaffeln und zart schmelzendes Eis. Wie es dann immer so ist, kreisen die Gedanken und versuchen herauszufinden, wonach genau mir ist: süß oder säuerlich-erfrischend, schokoladig, fruchtig,... Und da kam ich zufällig an einem gerade erst eröffneten Laden für Frozen Yogurt vorbei. Sofort war ich verliebt in das Design und die vielen Schälchen mit all den angebotenen Toppings und Saucen. Plötzlich wusste ich genau, wonach mir war: es sollte Frozen Yogurt geben. Mir ist bewusst, dass das gefrorene Joghurt eher seltener (bis nie) in einer Waffel angeboten wird. Aber die hatte ich nun schon einmal vorbereitet, und ich konnte unseren Sohn auch nur schwer bremsen, sie nicht schon ungefüllt weg zu knabbern...

Ich wollte auf jeden Fall EIN ausgefallenes Topping, das den Spaßfaktor erhöhen sollte.

So entwickelte ich die Idee für eine Kombination aus limonigem Frozen Yogurt, fruchtigem Erdbeersorbet und aromatisch-frischem Kräuter-Kick - in italienischen Farben.


!!! Sommerferien!!! Frozen Yogurt in 2 Varianten


Zutaten:
6-8 Hörnchen,
6-8 Eisbecher

Eiswaffeln
100 g weiße Schokolade
bunte Zuckerperlen

3x200 g griechischer Joghurt
150 g Vollmilchjoghurt
5 EL Lime Juice
3 EL Puderzucker, gesiebt

350 g Erdbeeren
75 g Zucker
75 g Wasser
2 EL Lime Juice

30 g Basilikum
60 g Zucker
60 g Wasser

frischer Erdbeeren
Mini-Marshmallows

  • weiße Schokolade schmelzen
  • Eiswaffeln mit dem Rand in die Schokolade tauchen, danach sofort in die Zuckerperlen tunken

  • Joghurt, Lime Juice und Puderzucker verrühren
  • in eine Eismaschine füllen und nach Anweisung gefrieren lassen (bei mir Gefrierbehälter der Kitchen Aid, 30 Min. im gefrorenen Behälter rühren lassen)
  • danach in einen Behälter füllen und im Gefrierfach 2-3 Std. gefrieren
  • Erdbeeren putzen und klein schneiden
  • mit Lime Juice pürieren
  • durch ein feines Sieb streichen
  • Wasser und Zucker aufkochen, bis sich der Zucker gelöst hat
  • abkühlen lassen
  • mit dem Erdbeerpüree verrühren
  • ebenfalls in der Eismaschine gefrieren lassen oder in einem verschließbaren Behälter im Gefrierschrank gefrieren lassen, dabei gelegentlich mit einer Gabel umrühren
  • Basilikum-Blätter von den Stengeln zupfen
  • Wasser und Zucker aufkochen, bis der Zucker gelöst ist
  • abkühlen lassen
  • Sirup zum Basilikum geben und pürieren
  • Spritzbeutel mit großer Spritztülle vorbereiten
  • Gefrorenes Joghurt und Erdbeersorbet 1/2 Std. vor dem Verzehr aus dem Gefrierschrank nehmen
  • falls es zu lange gefroren war, mit einem Pürierstab kurz pürieren
  • Joghurt und Erdbeersorbet parallel in den Spritzbeutel füllen
  • in die vorbereiteten Eiswaffeln füllen
  • mit Mini-Marshmallows dekorieren
  • oder: 
  • frische Erdbeeren klein schneiden
  • in ein Glas oder Eisbecher füllen
  • Joghurt und Erbeersorbet hineinspritzen
  • mit Basilikum-Sauce beträufeln



 Sommerlaune pur (:


Ja, schon ziemlich gut!!!

Aber jetzt kommt die 'erwachsene', optisch recht unscheinbare, geschmacklich jedoch wesentlich interessantere Variante:

 frisch-säuerliches Eis + fruchtige Erdbeeren + Basilikum als Sirup
Was für eine erfrischende, harmonische Kombination!
!!! Basilikum !!!
!!! Genial !!!



Besonders reizt mich der Gedanke, beim nächsten Becher ein zusätzliches Topping zu wählen: 
Aceto Balsamico Creme!




So hat sich das Experimentieren wieder mal gelohnt (:

Ich wünsche Euch einen genussvollen Start in den Sommer!!!

Herzlichst
Tina








15.06.2015

Kuchenklassiker - Windbeutel mit sahnig-beeriger Füllung

Hallo Ihr Lieben!

Endlich bin ich wieder da!!!

Da mir nach meiner mir selbst auferlegten Pause etwas nostalgisch zumute ist, gibt es heute einen Kuchenklassiker - obwohl mich all die ausgebufften Sommerrezepte, die zur Zeit auf all den genialen Blogs zu finden sind, schwer beeindrucken. Irgendwie war mir nach einem altmodischen Stück Kindheitserinnerung, das ich schon lange nicht mehr gesehen, gegessen, geschweige denn selbst gebacken habe:

Windbeutel - mit sahnig-beeriger Füllung



Und da war auch schon gleich mein erstes Problem: Windbeutel = Brandteig. Wie ging der denn noch mal? Na ja, eine schöne Gelegenheit, etwas neues Altes auszuprobieren und von Muttern Gelerntes aufzufrischen.

Zutaten;
für 10-14 Stück
Backofen 180-190 °C

250 ml Wasser
100 g Butter
2 g Salz
5 g Zucker
150 g Mehl, gesiebt
ca. 200 g Ei

400 g Schlagsahne
50-100 g Puderzucker, gesiebt
Vanilleextrakt

Beeren nach Geschmack

Zartbitterschokolade nach Geschmack

  • Butter in Würfel schneiden und in einen Topf geben
  • Salz und Zucker dazu geben
  • Wasser zufügen
  • Mischung erhitzen, bis die Butter geschmolzen ist und Salz und Zucker sich gelöst haben
  • zum Kochen bringen und mindestens 10 Sekunden stark kochen lassen (aber auch nicht viel länger, weil sonst zu viel Wasser verdampft)
  • von der Herdplatte nehmen
  • sofort das Mehl zur heißen Mischung geben und mit einem Plastiklöffel unterrühren - es bildet sich ein Kloß
  • zurück auf die Platte stellen (ausgeschaltet oder Induktion auf niedrigster Stufe, um Restwärme auszunutzen)
  • weiter rühren, um den Teig etwas austrocknen zu lassen - bis sich ein weißer Belag auf dem Topfboden bildet
  • vom Herd nehmen
  • aus dem Topf in eine Schüssel geben, etwas flach drücken und auskühlen lassen, bis der Teig nur noch lauwarm ist
  • die Eier mit einer Gabel leicht verquirlen
  • Ei langsam, in kleinen Mengen, nach und nach zur abgekühlten Mehlmasse geben, und jede einzelne Zugabe gut unterrühren (!) - vielleicht braucht Ihr nicht die komplette Ei-Menge - der fertige Teig hat die richtige Konsistenz, wenn er zähflüssig vom Löffel fällt
  • Spritzbeutel mit großer Lochtülle vorbereiten
  • Teig in den Spritzbeutel füllen
  • auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech etwa 5 cm große Tuffs mit großem Abstand aufspritzen


  • bei 180-190°C im vorgeheizten Backofen 20-25 Min. backen - Backofentür während dieser Zeit nicht öffnen
  • aus dem Ofen nehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen
  • Sahne halb steif schlagen
  • esslöffelweise den Puderzucker zugeben und dabei weiter schlagen, bis die Sahne steif ist
  • nach Geschmack vorsichtig Vanilleextrakt zugeben
  • Früchte putzen und bei Bedarf zerkleinern
  • Schokolade schmelzen
  • vom Windbeutel den 'Deckel' abschneiden
  • Unterteil mit Sahne füllen, mit Schokolade besprenkeln, mit den Früchten belegen, den Deckel aufsetzen und mit Schokolade verzieren
  • sofort servieren 





Zuerst war ich etwas in Sorge, der Brandteig hätte mich im Stich gelassen, da die aufgespritzten Tupfen Teig nach den ersten Minuten im Backofen noch unverändert aussahen. Nach 10-15 Minuten passierte aber dann doch der gewünschte Effekt - die Tupfen wuchsen und blähten sich allmählich auf. Also keine Panik, sondern Geduld, beim Backen der Windbeutel - sie werden am Ende der Backzeit auf jeden Fall 'windig' sein.

Und wie Ihr seht, war gestern einfach der perfekte Tag für ein gemütliches Kaffeestündchen in der Sonne!!! Ich habe zum Fotografieren am späten Morgen (oder frühen Mittag?) die letzten Sonnenstrahlen auf unserer Nordterrasse ausgenutzt (ja, das geht tatsächlich!) - wie ich finde, ein ganz wunderbares Licht!!!


So, Ihr Lieben! Dies war vielleicht nicht einer meiner cooleren Beiträge, aber definitiv einer, der mir mal wieder sehr viel Spaß gemacht hat. Ich war extrem glücklich und erleichtert, dass der Brandteig gut geklappt hat und daraus tatsächlich richtige Windbeutel wurden (:

Wie sieht es bei Euch aus? Steht der Brandteig auch schon mal auf Eurem Backplan, oder ist er bei Euch eher etwas in Vergessenheit geraten? Findet Ihr mit Sahne gefüllte Windbeutel altmodisch und uncool, oder begebt Ihr Euch auch schon mal gern auf eine Art backtechnischen Retrotrip? Ähnlich wie bei den Gugl - die wurden doch auch schon vor längerer Zeit wiederentdeckt....

Alles Liebe und sonniges Genießen
herzlichst
Tina