22.03.2015

Soulfood, um den Frühling willkommen zu heißen!!!

Die liebe Sia von Sia's Soulfood feiert ihren 1. Bloggeburtstag und wünscht sich von uns frühlingshafte Soulfood-Rezepte.

Spontan war ich total begeistert vom Motto des Blogevents! Im zweiten Moment fing ich jedoch an zu grübeln und überlegte, was denn genau Soulfood für mich ist. Weit ab von der ursprünglichen Definition, nämlich soulfood = traditionelles Südstaaten-Essen, bedeutet Soulfood für mich eher die reine Übersetzung, also food für die Seele, Essen, das Dich wohl fühlen lässt und glücklich macht. Darf demnach ein extrem zuckerlastiges Fondanttörtchen auch Soulfood sein, oder ein schweres Buttercremetörtchen??? Beides liebe ich durchaus und fühle mich ziemlich gut dabei. Aber Soulfood??? Irgendwie gibt es also noch zusätzliche Aspekte wie Frische, Leichtigkeit, Farbe, gesunde Zutaten, fein abgestimmte Kräuter und Gewürze, ... Wenn Ihr es genau wissen wollt, schaut bei Sia's Soulfood vorbei. Genießt ihre leckeren frischen, leichten Rezepte, die herrlichen Fotos und die herzliche Präsentation!

Nach reiflicher Überlegung gibt es bei mir einen luftig-moussigen und fruchtigen Lockruf an den Frühling:

Weiße Schokoladen-Mousse mit marinierter Ananas

und ein Eimer voll Tulpen 


 Die Schokoladen-Mousse habe ich in diesem wunderbaren Buch gefunden:


Als fruchtige Ergänzung fand ich Ananas sehr passend und konnte mich an einen Nachtisch erinnern, den wir vor einiger Zeit in einem Restaurant gegessen hatten. Dort wurde die Frucht mit Vanille kombiniert, flambiert und mit Eis serviert. Gut, Flambieren schien mir ein wenig zu drastisch für eine Schoko-Mousse, aber dieses feine Zusammenspiel von fruchtiger Säure und sanfter Vanille hatte mich damals begeistert. Ich konnte es mir sehr gut zusammen mit weißer Schokolade vorstellen. So habe ich einen Sirup gekocht und die Ananas darin ziehen lassen.

Zutaten:
für 5-6 Gläser

150 g weiße Schokolade
2 Eier (L)
1 EL heißes Wasser
250 ml Sahne
1 EL Zucker
1 EL Cointreau

1 Ananas
200 ml Ananassaft
100 ml Lime Juice
3 EL Cointreau
100 g brauner Zucker
1 Vanilleschote

Pistazien, gehackt

  • Schokolade vorsichtig schmelzen
  • die Eier trennen
  • Eigelb schlagen, bis es weißlich wird
  • die geschmolzene Schokolade unterrühren (hier kann es ein wenig aussehen, als würde sich die Mischung trennen, aber mit dem nächsten Schritt ergibt sich eine geschmeidige Masse)
  • das sehr heiße Wasser unterrühren
  • abkühlen lassen
  • Sahne steif schlagen
  • unter die Schokoladenmasse heben
  • Eiweiß steif schlagen, dabei Zucker zugeben
  • auch unter die Schoko-Sahne-Masse heben
  • Orangenlikör unterheben
  • in Gläser füllen
  • mehrere Stunden kalt stellen
  • Ananas in Scheiben schneiden, Schale entfernen
  • Scheiben in Stücke schneiden, Strunk entfernen
  • Saft, Lime Juice und brauner Zucker in einen Topf geben
  • Vanilleschote halbieren, Mark herauskratzen - beides in den Topf geben
  • zum Kochen bringen - so lange, bis Zucker gelöst ist
  • gegen Ende Orangenlikör zugeben
  • vom Herd nehmen
  • Ananasstücke in den noch heißen Sirup geben
  • mehrere Stunden, gut verschlossen, ziehen lassen
  • kurz vor dem Servieren Ananasstücke auf die Creme geben, nach Geschmack mit wenig Sirup beträufeln
  • mit gehackten Pistazien bestreuen





So, hiermit gratuliere ich Sia noch einmal ganz herzlich zu ihrem Blog-Geburtstag!!! 

Schaut doch einfach mal rein. Ihr Blogevent läuft noch bis zum 18. April!

Mir hat der Beitrag richtig viel Spaß gemacht!!!



Ich wünsche Euch einen guten Start in eine soul-ige, neue Woche!!!

Herzlichst
Tina



16.03.2015

Ostern - die erste kleine süße Nascherei

Da mein Blog noch kein Jahr alt ist, mache in diesem Jahr zum ersten Mal die Oster-Saison mit. 

Wie spannend! 

Frühling, zarte Farben, verspielte Deko (muss nicht, aber darf), kleine süße oder herzhafte Leckerbissen, festliches Gebäck, Blümchen, Häschen, ... ((:

Also beginne ich heute mit einer kleinen süßen Nascherei:

Blumige Oster-Schokotaler mit Zuckerperlen


Zutaten:
für 14 Stück
90-100 g Candy Melts  (Rosa)
200 g weiße Schokolade
Zuckerperlen
evtl. etwas Pflanzenfett

eine Pralinenform aus Polycarbonat


  1. Die Pralinenform mit Haushaltstuch polieren
  2. Candy Melts langsam in der Mikrowelle schmelzen, dabei immer wieder umrühren - die warme Masse sollte nicht zu dickflüssig sein. Sollten die geschmolzenen Candy Melts nicht dünnflüssig genug scheinen - selbst nach sanftem Erwärmen - kann man ganz wenig Pflanzenfett zugeben und erneut leicht erwärmen, bis die Konsistenz richtig ist
  3. die geschmolzene Masse mit einem großen Löffel in die einzelnen Mulden der Form füllen, bis sie ausgefüllt sind
  4. mit einem Holzlöffel oder großen Spatel gegen den Rand der Form klopfen, damit Luftbläschen entweichen können
  5. die Masse in der Form ein wenig abkühlen lassen
  6. dann die Form kopfüber auf ein Gitter stürzen, damit überschüssige Masse herauslaufen kann (auf Backtrennpapier auffangen)
  7. mit einem großen Messer oder Spatel die restliche Masse auf der Oberseite abstreifen
  8. für 5-10 Min. in den Kühlschrank stellen
  9. in der Zwischenzeit weiße Schokolade schmelzen und temperieren
  10. Schritte 3-7 mit der weißen Schokolade wiederholen
  11. glatte Oberfläche mit den Zuckerperlchen bestreuen
  12. 10-15 Min. in den Kühlschrank stellen
  13. wenn auch die Schokolade fest geworden ist, die Form aus dem Kühlschrank nehmen und Raumtemperatur erreichen lassen
  14. Form über einem Blatt Backtrennpapier kopfüber umdrehen und die Kante leicht gegen die Arbeitsfläche klopfen, damit die einzelnen Schokotaler auf das Papier fallen







Unser Sohn (9) : "Was ist das denn?"
Ich: "Ostereier aus Schokolade."
"Gekauft?"
"Nein, selbst gemacht!"
Mit einem leicht zweifelnden Unterton: "Echt jetzt!?!"

Vielleicht nicht wirklich österlich-vorfreudig, aber doch irgendwie ein Kompliment!



Herzlichst
Tina

09.03.2015

Garlic Bread 'Bruschetta style' und Ananas-Mango-Smoothie

Nach dem schlechte-Laune-verbreitenden Aprilwetter der letzten Zeit nun endlich das erste frühlingshafte Wochenende des Jahres, mit Temperaturen, die an Frühsommer erinnern (und sogar wie angekündigt!) - das muss doch angemessen gewürdigt werden. Und wie ginge das besser als mit einem leichten, sommerlichen Snack und einem ebenso leichten, fruchtigen Getränk.

Also, nachdem ich das Abendessen vorbereitet und die gewürzten Hähnchenteile mit Bulgur und Aubergine den Weg in den Backofen gefunden hatten und wir nun noch Zeit hatten, gab es eine Art Happy Hour im Garten.


Ich finde, Bruschetta geht immer, Tomaten und Basilikum sind eigentlich immer vorrätig, gutes Olivenöl, Salz und Pfeffer sowieso. Dieses Mal gab es statt geröstetem Weißbrot ein selbst gebackenes Knoblauchbrot à la Jamie Oliver als Grundlage für den frischen Tomatenbelag.

Als fruchtige Ergänzung wurde ein Ananas-Mango-Smoothie gemixt.

Garlic Bread 'Bruschetta style' und Ananas-Mango-Smoothie



Garlic Bread
Jamie Oliver, aus dem von mir sehr geliebten Buch: jamie's italy, Mengen halbiert, mit frischer Hefe


Zutaten:
für 3 ovale Pizza-Knoblauchbrote
Backofen 250°C

400 g Mehl (Typ 550)
100 g Grieß
1/2 EL feines Meersalz
1 Würfel frische Hefe, zerbröckelt (oder 1 Btl. Trockenhefe)
1/2 EL Zucker
ca. 325 ml lauwarmes Wasser

1 Knoblauchzehe
glatte Petersilie, gehackt oder fein geschnitten

kleine Rispentomaten
Basilikum
Olivenöl
Salz und Pfeffer
Rucola
Parmaschinken
Parmesan, gehobelt

  • Hefe und Zucker mit dem lauwarmen Wasser mischen und einige Minuten stehen lassen
  • Mehl, Grieß und Salz mischen
  • in der Mitte des Mehls eine Mulde bilden
  • Hefemischung in die Mulde geben
  • mit einer Gabel das Mehl mit einer kreisenden Bewegung unterrühren
  • dann mit den Händen kneten, bis ein elastischer weicher Teig entsteht
  • die Oberfläche dünn mit Mehl bestäuben, mit Frischhaltefolie abdecken
  • 15 Min. bei Raumtemperatur gehen lassen
  • den Teig in 3 gleiche Teile teilen
  • die Teige auf bemehlter Arbeitsfläche rund und etwa 1/2 cm dünn ausrollen 
  • Teig in regelmäßigen Abständen einschneiden und ein wenig auseinander ziehen
  • Knoblauch sehr fein schneiden oder im Mörser bearbeiten
  • 2 EL Olivenöl zugeben
  • auf dem Teig verstreichen
  • mit Petersilie bestreuen
  • mit viel schwarzem Pfeffer und wenig Salz würzen
  • nacheinander im Backofen auf der untersten Einschubleiste 7-10 Min. backen
  • leicht auskühlen lassen
  • Tomaten in kleine Stücke schneiden
  • Basilikumblätter in feine Streifen schneiden oder zerpflücken
  • beides mischen
  • einen Schuss Olivenöl zugeben
  • mit Salz und Pfeffer würzen
  • Knoblauchbrot in Stücke schneiden, so groß, dass man sie als Snack gut mit der Hand essen kann
  • mit Rucola belegen
  • Bruschetta-Mischung auf die Brote geben
  • wahlweise zusätzlich mit Parmaschinken belegen
  • mit Parmesan dekorieren
 


Ananas-Mango-Smoothie - in Retro-Optik


Zutaten:
für 4 Gläser

1 Ananas
1 Mango
100 ml Lime Juice
150-200 ml Ananassaft


  • Ananas und Mango schälen und zerkleinern
  • mit Lime Juice und Ananassaft pürieren


Ein so einfaches Gericht, mit so einfachen, frischen Zutaten. 
Manchmal ist es so einfach
glücklich zu sein!!!

Alles Liebe und einfaches Genießen!
Tina

02.03.2015

All American Breakfast mit Frische-Kick

Sonntags-Frühstück - wer liebt es nicht?

Auch wir sind riesige Fans und nehmen uns gern (wenn möglich) richtig viel Zeit dafür! Meine Männer    wünschen sich dann Eier in jeglicher Form, ich freue mich lieber auf Pancakes & Co. ! Natürlich darf etwas Süßes nicht fehlen.

So gibt es heute eine Kombination aus Schnittlauch-Pancakes mit Bacon & Egg, Avocado und Tomate und Peanut butter-and-Jelly-Mini-cakes.

All American Breakfast mit Frische-Kick



Schnittlauch-Pancakes mit Bacon&Egg, Avocado und Tomate
Zutaten:
10-12 Pancakes, 2-3 Personen


1 1/4 cups Mehl
1/2 TL Salz
2 Eier, verquirlt
1/2 cup Milch
2 Eiweiß
1 Bd Schnittlauch

Fett für die Pfanne

4-6 Scheiben Bacon
2-3 Eier
1 Avocado
kleine Strauchtomaten
Salz, Pfeffer
Zitronensaft

  • Mehl und Salz in einer Schüssel mischen
  • in einer kleinen Schüssel Eier und Milch verquirlen
  • Eiermischung zum Mehl geben und mit einem Schneebesen unterrühren, bis ein glatter Teig entsteht
  • Eiweiß steifschlagen 
  • Eiweiß vorsichtig unter den Teig heben
  • Schnittlauch in kleine Röllchen schneiden und unterheben
  • Fett in der Pfanne erhitzen
  • Teig portionsweise in die Pfanne geben und kleine Pfannkuchen backen, dabei 1x wenden
  • Backofen auf 50-100°C vorheizen
  • fertige Pancakes im Backofen warm halten

  • Bacon in wenig Fett knusprig ausbraten
  • Spiegeleier braten
  • kleine Rispentomätchen fein würfeln, mit Salz und Pfeffer würzen
  • Avocadofleisch aus der Schale lösen und klein würfeln, mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer würzen
  • Avocado, Tomaten, Bacon und Spiegelei auf die Pancakes schichten
  • mit Salz, Pfeffer und Schnittlauchröllchen dekorieren


Peanut butter&Jelly Mini cakes


Eigentlich sollten es Mini-Donuts werden nach einem Rezept von Jessica Segarra vom 'The Novice Chef' Blog aus dem Buch 'Mini Donuts'


Ich hatte mir endlich ein Mini-Donut-Backblech bestellt und wollte es natürlich so schnell wie möglich ausprobieren. Dies ist also mein erster Versuch, und er ist nicht geglückt. Geschmacklich sind diese kleinen Nicht-Mini-Donuts aber eine richtig leckere, erdnussig-fruchtige Kombination und damit eine perfekte Ergänzung zu den herzhaften Pancakes!!! Optisch sind sie eher wie kleine Gugl, leider keine Donuts. Deshalb habe ich auch auf den Guss verzichtet und sie zusätzlich mit Gelee gefüllt.


Zutaten:
30-40 Stück
Backofen 175°C, Mini-Donut-Blech

1 cup Mehl
2 TL Backpulver
1/4 TL Salz
1/2 cup Zucker
1/4 cremige Erdnussbutter
1 Ei
3/4 cup Milch
2 EL Öl
1 cup Johannisbeergelee

Fett für die Form

geröstete Erdnüsse, bei mir honey roasted peanuts, gehackt


  • Donut-Form fetten
  • in einer kleinen Schüssel Mehl, Backpulver und Salz mischen
  • in einer großen Schüssel Zucker und Erdnussbutter  cremig rühren
  • Ei, Milch und Öl verquirlen
  • abwechselnd Milch- und Mehlmischung zur Erdnussbutter geben und verrühren
  • Teig in einen Spritzbeutel füllen
  • Johannisbeergelee in einen 2. Spritzbeutel füllen
  • Donutvertiefungen 3/4 mit Teig füllen
  • Johannisbeergelee 1x kreisförmig dünn auf den Teig spritzen
  • bei 175°C etwa 8 Min. backen, bis die 'Donuts' leicht gebräunt sind
  • aus dem Ofen nehmen, 5 Min. abkühlen lassen, aus der Form lösen
  • mit Johannisbeergelee füllen, mit gehackten Erdnüssen bestreuen




Jetzt fehlt noch der letzte Farbklecks: das Ei


 Yummmmy!!!!

Ja, es war suuuper-yummy! Aber irgendwie hatte ich mich doch auf richtig leckere Donuts gefreut. Aber auch wenn diese Mini-Cakes die perfekte Form von kleinen Mini-Donuts gehabt hätten - sie hätten eher die Konsistenz kleiner Mini-Cupcakes gehabt. Und versteht mich nicht falsch - die schmecken richtig, richtig gut! Es wäre ein echt geniales Rezept für nussig-marmeladige Mini-Gugl, das ich bestimmt noch häufig nachbacken werde, denn die family war begeistert! Für mich fehlt dabei jedoch einfach der wahre Donut-Geschmack. Deshalb lege ich mich hier und heute fest: es sollten sich nur diese nicht ganz so luftigen, in Fett ausgebackenen, mit Zuckerguss überzogenen Kringel auch wirklich 'Donuts' schimpfen dürfen. 
Ich werde das Donut-Backblech trotzdem weiterhin verwenden, denn die perfekten Kringel müssen wir ja erst noch gelingen. Optisch wäre das dann der Hit. Nur werden sie bei mir dann nicht 'Donuts' heißen... ((:

Ist das zu anstellig? Wie seht Ihr das? Welche Erfahrungen habt Ihr mit Donuts, dem Backblech, eventuell auch mit der Donut-Maschine gemacht???


Euch einen guten Start in die neue Woche und genussvolle Vorfreude auf das nächste Sonntagsfrühstück!

See you!

Tina